Famous Jamie of Sunset Paradise

Von einem der auszog, einen Welpen von der Schweiz nach Deutschland einzuführen (IV)


An der Grenze lief alles glatt, aber natürlich wäre es nicht der Familienvater und jetzige Welpenbesitzer, wenn es nicht doch eine kleine Komplikation gegeben hätte:

Die Veterinärin überprüfte den ganzen Papierkram und war zufrieden. Sie fertigte eine größere Anzahl Kopien an, außerdem musste der Familienvater und jetzige Welpenbesitzer noch ein GVDE (Gemeinsames Veterinärdokument für die Einfuhr) ausfüllen, was ihm nach dem vorangegangenen Training aber keine weiteren Probleme bereitete.

Die Veterinärin sortierte die Unterlagen, heftete sie zusammen, versah das Bündel mit einer beeindruckenden Anzahl offizieller Stempel und gab dem Familienvater und jetzigen Welpenbesitzer seine Ausfertigung. Damit gingen sie wieder zurück zum Zoll, um dort die Versteuerung vorzunehmen.

Der Oberzollbeamte (alle waren übrigens sehr nett und Jamie wickelte sie alle um den kleinen Finger) sah sich Jamie an und meinte:

"Und das ist ein Jack Russell?!?"

Der Familienvater und jetzige Welpenbesitzer war überrascht, wie wenig Ahnung einer von Hunden haben kann und fragte:

"Jack Russell? Äh, nein, das ist ein Golden Retriever - glauben wir jedenfalls."

Er wieder, mit Blick auf die Unterlagen: "Nein, also, dann stimmt hier etwas nicht!"

Der Familienvater und jetzige Welpenbesitzer sah nach und tatsächlich, die Veterinärin hatte einen Teil seiner Unterlagen zuoberst, darunter aber die Einfuhrgenehmgung eines Mannes aus Würzburg geheftet, der eben einen Jack Russell importiert hatte ...

Der Familienvater und jetzige Welpenbesitzer marschierte also wieder zurück zur Veterinärin, um das in Ordnung bringen zu lassen, was dann auch klappte.

Nun stand der ordnungsgemäßen Einfuhr des Welpen nichts mehr im Wege. Da der Kaufpreis des Welpen die Freigrenze von 175,- EUR (wenn auch geringfügig ;-) überstiegen hatte, war natürlich noch die Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten, welche den Kaufpreis um glatt 19% erhöhte. Aber auch das sollte uns nicht hindern, mit Jamie endlich die Reise in ihre neue Heimat fortzusetzen.

Die Moral von der Geschichte:

Versuche niemals, insbesondere bei einem schwachen Nervenkostüm, einen Welpen von der Schweiz nach Deutschland ...

Nein, das wäre nicht gerecht. Ich muss wirklich sagen, dass alle Beamten, Sachbearbeiter, Referatsleiter, (die Aufzählung schließt selbstverständlich die weiblichen Beteiligten mit ein) ausgesprochen freundlich, höflich und hilfsbereit waren!

Außerdem wird demnächst die Schweiz in dieser Hinsicht den EU-Mitgliedsstaaten gleichgestellt, dann ist das ganze Theater ohnedies hinfällig.







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